Auphonic einrichten – Schritt für Schritt

Auphonic ist Audiomagie. Es ist ein wunderbarer Dienst im Netz, der uns als Podcaster das Leben deutlich einfacher macht.

Auphonic kümmert sich um die Post-Produktion. Also um alles Wichtige, um aus unserer Aufnahme eine super anzuhörende Episode zu erschaffen. Gleichzeitig kümmert sich Auphonic auch um die Metadaten, also die Kapitelmarken, das Coverbild, die Tags etc. in die fertigen Audiodateien zu bringen. Bevor es Auphonic gab, habe ich mehrere Stunden pro Episode gebraucht, um das alles zu erledigen. Heute schicke ich meine Audio-Rohdatei zum Auphonic-Server und erhalte voll automatisiert perfekte fertige Audiodateien zurück.

In den nächsten Schritten erläutere ich euch, wie ihr Auphonic für euren Podcast einrichten könnt.

  1. Userlogin anlegen. Geht auf die Webseite von Auphonic. Dort findet ihr oben rechts den Link „Sign in“. Hier könnt ihr kostenlos einen Auphonic-Account anlegen. Anschließend findet ihr euch auf der nach dem Login auf der Hauptseite eures Auphonic Account. Später sehr ihr hier eure letzten Produktionen und wichtige Informationen dazu.
  2. Services anlegen. Services ermöglichen es dir, die An- und Rücklieferung deiner Audiodatei zu automatisieren. Geh auf den Menüpunkt „services“ und klicke auf den Button „FTP“. Es erscheint eine neue Darstellung. Fülle die folgenden Angaben aus. Bei „Account name“ gibt du die dem service einen Namen.
    Mein Tipp: Nutze hier einen sprechenden Namen, damit du später bei der Auswahl im Preset direkt erkennst, welchen Service du auswählst. Bereich „Server Settings“ Im Feld „host name“ gibst du die URL deiner Plattform ein. Allerdings nur den Namen und die Endung. Beispielsweise „dernamemeinerplattform.de“ Im Feld „Server username“ gibt du den oben notierten Usernamen des FTP Zugangs ein, im Feld „Passwort“ das generierte Passwort. Geh auf den Menüpunkt „services“ und klicke auf den Button „Dropbox“. Gib die Zugangsdaten deiner Dropbox an. Das System wird dich nach der Freigabe fragen, die du dann bestätigst.
  3. Presets anlegen. Das schöne an Auphonic ist, dass wir uns für jeden unserer Podcasts einen eigenen Preset anlegen können. Diese Presets beinhalten alle Informationen und Einstellungen, die ihr für die Produktion eurer Episoden immer wieder benötigt. Einmal angelegt, brauche ich bei einer neuen Episode nur das Preset zu wählen und die für diese Episode relevanten Informationen zu ergänzen. Das beschleunigt den Produktionsprozess und reduziert Fehler.
    Geh auf den Menüpunkt „presets“ und klicke auf den Button „new preset“. Es erscheint eine neue Darstellung. Fülle nun die folgenden Angaben aus. Bereich „Preset Name“ – Gib deinem Preset einen Namen, beispielsweise den deines Podcasts.Bereich „Intro and Outro“ – Hier brauchst du nichts einzugeben. Bereich „Basic Metadata“ – Das Feld „Titel“ leer lassen. Wird später bei jeder Produktion mit dem Namen deiner Episode gefüllt. – Drücke auf den Button „Datei hochladen“, wähle dein Coverbild aus und lade es hoch. Nach kurzer Zeit erschein eine kleine Darstellung deines Covers. Im Feld „Artist“ gibst du deinen Namen ein. Im Feld „Album“ gibst du den Namen deines Podcasts ein. Das Feld „Track“ lässt du frei.Bereich „Extended Metadata“ – Die Felder „Subtitle“, „Summary“ und „Year“ lässt du frei. Im Feld „Genre“ gibst du „business“ ein. Falls wider Erwarten das nicht passt, trag ein Genre entsprechend von Soundcloud ein. So wirst du später immer gefunden. Das Genre findest du unter soundcloud auf der linken Seite als Auswahl. Im Feld „Publisher“ gibst du deinen Namen ein. Im Feld „URL“ gibst du die URL deiner Plattform ein. Wenn du deinen Podcast unter Creative Commons veröffentlichen möchtest – was ich dir aus Marketingsicht sehr empfehle – dann klicke auf den Button „Open Licence Selector“. Ich wähle für meine Podcasts immer alle drei Punkte. Damit ist immer sichergestellt, dass keine kommerzielle Verwendung zugelassen ist. Aber Ausschnitte daraus können, unter Hinweis auf die Quelle, verwendet werden. Ich hatte schon mal die Situation, dass eine ganze Episode in einer Vorlesung von einem Dozenten vorgespielt worden ist. Das war eine super Werbung für meinen Podcast. Hätte ich diese CC Einstellungen nicht, hätte man das nicht gedurft. Klicke jetzt auf den Button „choose licence“.

    Bereich „Output Files“ – Ich empfehle dir hier folgende zwei Formate einzurichten. Diese sind die gängigsten Audioformate für Web und Smartphones. 1. mp3-Format mit der Bitrate 112 kbps und Mono. Die restlichen Felder kannst du unverändert lassen. 2. acc-Format mit der Bitrate 80 kbps und Mono. Die restlichen Felder kannst du unverändert lassen.

    Bereich „Publishing / External Services“ – Hier wählst du den zuvor eingerichteten FTP-Service für Auphonic aus. Bei „output file to copy“ müssen beide Formate gewählt sein. Damit liefert dir Auphonic das Ergebnis jeder Episode perfekt auf deinen Server. Bereich „Audio Algorithms“ Hier wählst du alle vier Häkchen aus, stellst „Loudness target“ auf „-16 LUFT (Podcast and Mobile)“ und „Reduction amount“ auf „auto“. Damit wird in deiner Audioqualität für die Hörer perfekt produziert.

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  • GeeMco

    Noch ein kleiner Hinweis (der notwendig ist für den Upload zu Auphonic, den ich so hier oder im eBook nicht gefunden oder übersehen habe 😉

    Die Rohdatei, die Auphonic bearbeiten soll, muss in der Dropbox im Verzeichnis Apps/Auphonic liegen, damit sie vom Podlove Plugin angezeigt und von Auphonic geladen wird.

    • Danke dir, ein wichtiger Hinweis!
      Werde ich mit aufnehmen.

      Schönen Gruß aus Köln,

      Maik

  • Vielen Dank für diesen Artikel. Dadurch ist es mir wesentlich leichter gefallen Auphonic zu nutzen. Abgesehen davon ohne deine Empfehlung wäre ich wohl kaum darauf gestossen. Ich teste noch was ich Auphonic "zumuten" kann ;-).
    MIt besten Grüssen
    Michael

    • Hallo Michael,

      Ich bin selbst überrascht, was Auphonic noch aus einer schlechten Aufnahme rausholen kann.

      Schönen Gruß,

      Maik