Warum? Eine Frage nach dem Sinn …

Als Podcaster bin ich im Mai 2014 auf den Podcast „Erfolg durch Leidenschaft“ von Markus Cerenak gestoßen. Nach meinem Feedback zu einer Episode hat Markus mich angemailt und mich gefragt „Warum schreibst du deinen Blog? Warum möchtest du Leser unterstützen? Warum ist deine Leidenschaft DEINE Leidenschaft? Warum?“

Ich fand diese Frage sehr anregend. Gerade als Lifestyle Entrepreneur und Business Podcaster halte ich diese Frage für unglaublich wichtig. Denn diese Frage klärt für mich und auch für die Community, was mich im Innersten antreibt, meinen Podcast zu senden. So bin ich seinem Aufruf gefolgt und habe für den ZukunftsArchitekten und für den lifestyle:entrepreneur diese Frage näher beleuchtet.

Warum sende ich den lifestyle:entrepreneur Podcast?

Weil ich mir das Wissen als Freiberufler immer gewünscht habe. Schon vor meinem Schritt in die Selbstständigkeit habe ich viel Literatur zum Unternehmertum gelesen. Ich war bei unzähligen Gründer- und Unternehmerkonferenzen, habe Schulungen für Unternehmer besucht. Immer wieder ist mir eingetrichtert worden: Du musst ein Unternehmen aufbauen. Du musst Mitarbeiter einstellen. Du musst einen Kredit aufnehmen. Du musst wachsen. Du musst ein schickes Büro haben. Du musst lange und hart arbeiten und kannst dann irgendwann später ein erfolgreiches Unternehmen übergeben und dann kannst du Golf spielen gehen.

Was ist meine Erfahrung nach nunmehr neun Jahren Selbstständigkeit? Ich habe sechs Unternehmen gegründet. Ich habe mich bei einem davon mit Gesellschaftern rumgeschlagen. Ich habe mich mit Banken und Bürgschaften rumgeschlagen. Ich habe Unternehmen verkauft. Ich habe eine Insolvenz miterlebt. Ich habe mich für teure angestellte Ingenieure aufgeopfert und zu ihren Gunsten auf mein Gehalt verzichtet. Ich habe Angestellten die Kündigung ausgesprochen. Ich habe mehrmals neu gestartet… Aber was mir nie einer erzählt hat ist: MACH ALLEINE DEIN DING!

Du musst kein großes Unternehmen aufbauen. Du musst keinen Kredit (auch keinen Kontokorrent-Kredit!) aufnehmen. Du musst keine teuren Mitarbeiter durch die Gegend motivieren. Du musst dich nicht mit Banken rumschlagen. Du musst nicht abends um 23 Uhr oder im Urlaub telefonieren. Du musst nicht der letzte im Büro sein. Du kannst deine Zeit für deine Kinder und deine Hobbies nutzen. Du kannst arbeiten, wann und wie du willst. So hätte ich mir schon vor über zehn Jahren gewünscht, diese Erfahrung und das Wissen zu erhalten. Ich habe ein paar gut befreundete freiberufliche Ingenieure. Einer hat schon 2008 einen Satz gesagt, der mir bis heute im Kopf eingebrannt ist: „Der Starke ist alleine am Stärksten“. Das war sein Kommentar zu Zeiten der Wirtschaftskrise, als ich mit einer 15 köpfigen Gmbh & Co KG dadurch surfte. Ich habe den Satz damals nicht verstanden. Heute ist mir klar, was er gemeint hat.

Weil ich Freiberuflern meine Erfahrungen weitergeben möchte. Ich habe viel erlebt. Wenn ich anderen Menschen erzähle, was ich für Erfahrungen gemacht habe, dann schauen sie mich mit großen Augen an. Ich habe so viel Geld besessen, dass ich nicht wusste, wohin damit. Ich habe aber auch Phasen gehabt, wo ich nicht wusste, wie ich für meine Kids den Kühlschank fülle. Ich habe wahnsinnig viele Fehler gemacht, und bin wieder aufgestanden. Ich habe 250.000€ in einer Unternehmung versenkt – mein teuerstes, aber wertvollstes Studium. Aber ich war immer neugierig und wollte die Zukunft gestalten.

So habe ich schon vor Jahren begonnen, mir ein finanzielles Grundgerüst geschaffen, das mir unabhängig von Kundenaufträgen wichtige Entscheidungen ermöglicht. Mit allen Höhen und Tiefen. Ich muss heute nicht zu allen Anfragen „Ja“ sagen. Ich kann auch Projekte ablehnen oder einfach mal für zwei Monate nichts machen. Aber das habe ich damals nicht gewusst und erst durch die harte Schule gelernt. Diese Erfahrungen möchte ich weitergeben, damit andere Freiberufler aus meinen Fehlern lernen können und für sich ein Business erschaffen, das ihre Leidenschaft unterstützt.

Weil Marketing und Vertrieb für Freiberufler ein ganz schwieriges Feld ist. Aus eigener Erfahrung weis ich, das Marketing und Vertrieb für Freiberufler – speziell für Ingenieure – eine ganz heikle Sache ist. Für sie bewegt es sich zwischen Scharlatanerie, Schaumschlägerei und Manipulation von Menschen. Viele Freiberufler sind absolut exzellent in ihrem Handwerk. So ist ihr erster Gedanke „Meine Fähigkeit und meinen Nutzen, dass muss doch jeder Kunde erkennen!“. Aber genau das ist nicht der Fall. So vernachlässigen Freiberufler gerne das Marketing und den Vertrieb, wenn sie Aufträge haben und plötzlich fallen ein zwei Aufträge weg. Dann geht das Rudern los. Kaltaquise, trommeln, versuchen schnell einen Ersatz zu finden. Aber das merken die Kunden. Denn dann verhalten sich viele Freiberufler wie schlechte Verkäufer. Sie versuchen irgendwie den Gegenüber umzudrehen und den schnellen Abschluss zu machen.

Genau das geht heute anders. Wir können unsere eigene Plattform und eine Community um uns aufbauen. Diese Community trägt uns unglaublich weit. So weit, wie ich es selbst beim Start des ZukunftsArchitekten-Podcast nicht für möglich gehalten hätte. Auch wenn es zu Beginn reine Neugier war. Heute ist mir klar, was für einen wichtigen Diamanten ich mit dem Podcast erschaffen habe und wie er hat mein Leben verändert hat. So gebe ich meine Erfahrung weiter und helfe Freiberuflern innerhalb von 30 Tagen ihren eigenen Business Podcast aufzubauen. Damit sie, wie ich, ihr Marketing automatisieren.

Weil Freiberufler aus dem Zeit-gegen-Geld tauschen aussteigen können. Viele Freiberufler sind absolut exzellent in dem was sie tun. Sie sind Top-Experten in ihrem Fachbereich. Aber trotzdem leben sie von der Hand in dem Mund. Oder anders gesagt, von Rechnung zu Rechnung. Sie betreiben oft „Management by Bankkonto“ und haben von ihrem finanziellen Gerüst keine Ahnung. Eine Bilanz oder eine BWA zu lesen ist für sie ein Grauen. So müssen sie dauernd Zeit gegen Geld tauschen, um über die Runden zu kommen.

Davon lebt bei den freiberuflichen Ingenieuren sogar eine ganze Industrie, die ich Seelenverkäufer nenne. Sie vermitteln Freiberufler, die gerade auf der verzweifelten Suche nach dem nächsten Projekt sind und nutzen die Situation, um für sich die maximale Marge herauszuschlagen. Anders gesagt, sie drücken die Stundensätze und prägen die Einkäufer der Konzerne, da sie ihnen die Arbeit der Suche abnehmen. Mit dem Wert der gestifteten Leistung hat das nichts zu tun. So sind die monatlichen Stundenzettel der Ausdruck dieser Situation.

Das muss nicht sein. Ich habe ein einziges Mal – aus eigener Blödheit – für einen Vermittler (oder Seelenverkäufer) gearbeitet. Ansonsten lebe ich bis heute von meiner Reputation als freiberuflicher Spezialist. Das sind Menschen, die mich kennen, mir vertrauen und mich direkt – ohne Verhandlungen mit dem Einkauf – buchen. Über digitale Produkte beginne ich gerade aus dem klassischen Zeit gegen Geld auszusteigen und unabhängig von Zeit und Ort einen Einnahmestrom zu erwirtschaften. Zusätzlich werde ich heute als Speaker gebucht und verdiene an einem Speaking-Gig mehr, als früher in einer Woche als Troubleshooter in der Automobilentwicklung – und die haben mich nicht schlecht bezahlt.

Weil das Netz unser Leben verändert. Das Zeitalter der industriellen Arbeit ist vorbei. Viele, auch ich, wurden schon früh geprägt von der industriellen Art zu arbeiten. Von der Vorstellung, du musst hart arbeiten und dann kannst du irgendwann in Rente gehen. Oder du bist Beamter und hast früh ausgesorgt. Ich war eins dieser Kinder, die sich schon in den 80gern mit Computern und Technik beschäftig haben. Ich habe von meinem ersten Geld einen C64 gekauft. Wir haben uns aus reinem Interesse in Mailboxen gehackt (kennt das noch jemand?). Mit Akustikkopplern – meine Kinder würden heute darüber lachen. Wir haben den Kopierschutz von Computerspielen geknackt – ohne sie zu verkaufen – es ging nur um die Herausforderung. Wir waren anders und das war unsere Spielwiese als Jugendliche. Wir hatten Spaß!

Damals, denn dann kam der Erst des Lebens. Ich wurde als Kind des Ruhrpotts in den Sog der industriellen Arbeit gepresst und bin dort immer wieder angeeckt. In der Schule, in der Lehre und auch später als angestellter Ingenieur. Aber der Traum, die Zukunft zu entdecken, ist geblieben. So habe ich schon in der Lehre den Entschluss gefasst, ich mache mich Selbstständig. Wie, wusste ich zu der Zeit nicht. War aber auch egal. Nach dem Studium und der intensiven Beschäftigung mit Literatur über Unternehmertum (geprägt von der industriellen Vorstellung eines Unternehmers) habe ich mich entschlossen, erst mal für fünf Jahre als angestellter Entwicklungsingenieur zu arbeiten und hinter den Vorhang zu schauen.

2005 bin ich dann ausgestiegen, habe mein sicheres Gehalt und die Karriere geschmissen. Ich bin „auf die Walz“ gegangen und habe als freiberuflicher Troubleshooter internationale Projekte gerettet. Es war eine spannende Zeit, ich habe viel gelernt. 2013 habe ich gemerkt, das meine Walz vorbei ist. Ich bin 2013 in einem wichtigen Projektmeeting in der Entwicklung bei VW über dem Laptop eingeschlafen. Das letze Mal ist mir das im Studium passiert. Zu der Zeit habe ich schon den ZukunftsArchitekten gesendet und mein drittes Kind wurde geboren. Ich habe gemerkt, dass ich auch aus der industriellen Vorstellung als Unternehmer zusteigen kann und mein uralter Traum wieder da ist.

Warum der lifestyle:entrepreneur?

Ich habe schon 2005 begonnen mich auf eine Reise zu begeben und dieser Podcast wird dir davon berichten.

Unterschrift-Maik

 

 

 

 

 

Dein Maik

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